It’s the final countdown

Ich heiße Sarah, bin 23 Jahre alt und befinde mich im dritten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau bei Dräger. Vor ca. einem Jahr hat mich meine Ausbilderin zum ersten Mal gefragt, ob ich meine Ausbildung verkürzen möchte. Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre, aber mit einem guten Notendurchschnitt ist es möglich, die Ausbildung auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen. Ich fing also langsam an, mit dem Gedanken zu spielen, diese Chance zu nutzen und sechs Monate früher in den Berufsalltag einzusteigen.

Sobald die Entscheidung feststand, kümmerte ich mich um den mündlichen Teil meiner Abschlussprüfung- die Fachaufgabe. Wir Auszubildenden arbeiten dabei mehrere Monate an der Optimierung oder Erstellung eines Prozesses, um am Ende Aufwand und Kosten einzusparen. In meiner ersten Station der Ausbildung, der Academy habe ich gefragt, ob ich dort meine Ausarbeitung schreiben kann. Die Academy ist der Bereich bei Dräger, der für die Schulung der Dräger Produkte und Dienstleistungen verantwortlich ist. Glücklicherweise bekam ich eine Zusage, denn diesen Bereich fand ich von Beginn an spannend. Ich konnte den Start schon gar nicht mehr erwarten, da ich im Rahmen meiner Fachaufgabe ein Video erstellen darf.

Wäre da nicht noch eine Kleinigkeit gewesen… Das Verkürzen bringt auch mit sich, dass ich mir die Lerninhalte der Berufsschule, die ich in dem halben Jahr verpasse, selberständig aneignen muss. Ich fing also Anfang Oktober an, mir die konkreten Lernfelder anzuschauen und durchzuarbeiten, um diese bis Ende November verinnerlicht zu haben. An den Wochenenden habe ich mich also unter anderem mit den faszinierenden Themen Jahresabschluss, Finanzierung und Geldpolitik beschäftigt.

Es gab jedoch noch ein weiteres Thema, welches mich in diesen Monaten beschäftigt hat: Wie geht es nach der Ausbildung weiter? Dräger bietet allen auslernenden Auszubildenden eine unbefristete Übernahme an. Da ich gerne bei Dräger arbeite und auch hier bleiben möchte, gibt mir die Aussicht auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eine große Sicherheit. Aber es stand ja  noch nicht fest, in welcher Abteilung ich nach meinen Abschluss arbeiten werde. Ich habe also angefangen, mich auf ausgeschriebene Stellen, die mich interessieren, zu bewerben. Darunter war auch meine favorisierte Stelle im Personalwesen. Ich habe mich sofort beworben und wurde auch zu einem ersten Bewerbungsgespräch eingeladen. Nach dem ersten Gespräch folgte noch ein zweites Interview. Da mir diese Stelle wirklich gut gefällt, machte sich vor den Gesprächen Nervosität breit. Diese hielt aber nicht lange an, da sich beide Male ein nettes Gespräch entwickelte. Einen Tag nach dem zweiten Gespräch erhielt ich dann auch die Zusage. Nun steht mir nur noch die Abschlussprüfung bevor. Aber mit dem Wissen, dass ich mit bestehen meiner mündlichen Prüfung meine Stelle im Bereich Personalwesen anfangen darf, lässt sich diese Herausforderung leichter annehmen.

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