Ein Lübecker auf Entdeckungstour in der Service-Welt

Hallo, ich bin Oliver und Auszubildender zum Elektroniker für Geräte und Systeme bei Dräger. Als Teil dieser Ausbildung durfte ich die Niederlassung Dresden kennenlernen. Die Kollegen dort sind für den Dräger Service in den Bundesländern Sachsen und Thüringen zuständig.

Im September begann meine Arbeit in Kreischa, einem kleinen Kurort südlich von Dresden. Am ersten Tag war ich mit dem Servicetechniker Tobias verabredet. Er sollte mir für die kommenden zwei Wochen Einblicke in die Tätigkeiten eines Servicetechnikers bei Dräger ermöglichen.

Wir fuhren gemeinsam in das örtliche Reha-Krankenhaus die Klinik Bavaria Kreischa.

Der Anblick des Krankenhauses war gigantisch: Die Klinik liegt auf einem kleinen Berg und ist angelegt wie eine Schlossanlage.

Der Bereich, in dem Dräger tätig ist, befasst sich mit Atemtherapien.
In diesem Bereich stehen über 130 Beatmungsgeräte von Dräger zur Verfügung. Davon über 90 Evita 2 dura  und über 40 Savina 300 . Die Geräte können bei der Atmung unterstützen oder diese komplett übernehmen. Je nach Zustand des Patienten gibt es auch Beatmungspausen, in denen sie komplett eigenständig Atmen sollen.

Mein Auftrag in den folgenden zwei Wochen war die Unterstützung bei den Servicewartungen der Produkte. Zunächst erstellte ich eine Übersicht über die noch zu wartenden Geräte und deren Standorte im Krankenhaus.

Dann ging es los: Unter Einhaltung von Sicherheitsvorschriften wie das Tragen von Atemschutz, Handschuhen und einen Einwegkittel tauschte ich die zu wartenden Geräte durch ein Ersatzgerät aus und übertrug die Patientenwerte, um ein lückenloses Weiterarbeiten zu gewährleisten. In der Werkstatt muss ein Gerät vor der Wartung gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Neben den Wartungsarbeiten gab es gelegentlich auch kleine Reparaturen, um die wir uns kümmerten.

Es hat mir sehr gefallen, selbstständig in dem Haus arbeiten zu können, auch wenn verständlicher Weise meine Arbeit nochmal kontrolliert wurde.

Die letzte meiner drei Wochen verbrachte ich in Bad Berka bei Matthias. Auch er ist Servicetechniker in der Region.

Auch von dieser Klinik war ich sehr beeindruckt. Die Klinik wurde an einen Hang gebaut und die Flure im Bettenhaus waren durch ein riesiges Glasdach und eine Fassade aus Sandstein und Pflanzen sehr anschaulich sowie erholsam für die Patienten gestaltet.

Im Laufe des Tages warteten und reparierten wir diverse Geräte des Krankenhauses. Außerdem schauten wir uns gemeinsam die Servicesoftware an, mit deren Hilfe unsere Servicetechniker arbeiten.

Im Anschluss daran erläuterte Matthias mir dann meine Aufgabe für die Woche: Beim Infinity Delta XL  kann der Sauerstoffgehalt im Blut über unterschiedliche Sensoren gemessen und an den Bildschirm übertragen werden. Bisher waren an den Monitoren sogenannte SpO2-Boxen angeschlossen, an denen der Sensor angeschlossen wurde. Meine Aufgabe war es, diese Boxen zu demontieren und das Gerät neu einzustellen.

Neben dieser Aufgabe in dem Zentralklinikum Bad Berka fuhren wir auch in weitere Krankenhäuser in der Umgebung, in denen wir unterschiedlichste Reparaturarbeiten zu erledigen hatten.

Ich blicke zurück auf drei sehr anspruchsvolle und teilweise auch anstrengende Wochen, in denen ich eine Menge gelernt habe. Neben der wunderschönen Natur in Sachsen und Thüringen hatte ich die Möglichkeit, einen wichtigen Teil unseres Kerngeschäfts besser kennen zu lernen.

Ich bin wahnsinnig dankbar für die tolle Möglichkeit und danke vor allem Tobias und Matthias, die sich hervorragend um mich gekümmert haben. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen, würde sie jederzeit wieder machen wollen und habe ein großes Interesse an der Arbeit des Servicetechnikers gewonnen.

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