Der erste Unternehmensbesuch und dann noch auf Englisch – SOS – Help me!

An einem regnerischen Morgen im November begann ich, Mila, Praktikantin im Bereich Hochschulmarketing und Employer Branding, den Seminarraum für den anstehenden Unternehmensbesuch vorzubereiten. Es war mein erster Ganztagsbesuch einer Universität, welchen ich organisiert hatte und nun durchführen sollte. Ich durfte die Jacobs University aus Bremen  mit Studierenden aus den Fachrichtungen Psychologie, Data Engineering und Computer Science in Empfang nehmen. Die Jacobs University ist die einzige englischsprachige Universität in Deutschland mit Studierenden aus über 100 Ländern. Die Studierenden kamen unter anderem aus Indien, Nigeria, Pakistan und China. Noch in den letzten Vorbereitungen steckend, kam der überraschende Anruf, dass die Gruppe in ein paar Minuten eintreffen würde. Mein Zeitplan war dahin. Nun hieß es: Alles noch ein bisschen schneller fertig zu machen und dann die Gruppe am Haupteingang in Empfang zu nehmen.

Das hatte schon mal gut geklappt. Um den Studierenden zunächst einen Einblick in das Unternehmen zu geben, hörten diese eine Präsentation mit allgemeinen Informationen über Dräger und den Einstiegsmöglichkeiten für Studierende. Die Gruppe machte im Anschluss eine Führung durch unsere Unternehmensausstellung. Dort hatten sie die Möglichkeit, die Dräger-Produkte, in der Arbeitsumgebung, in der sie verwendet werden, kennenzulernen und auszuprobieren.

In dieser Zeit konnte ich den Morgen Revue passieren lassen. Es ist toll, eine internationale Gruppe von der Jacobs University bei Dräger begrüßen zu dürfen. Wir verfolgen so das Ziel, auch international attraktiver für die Fachkräfte von morgen zu werden.

Das Highlight des Tages sollte allerdings erst noch folgen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es in die Garage. Mittlerweile war auch ich entspannt und genoss den Tag mit der Gruppe. Ich nutzte die Zeit, mich mit den Studierenden über deren Studienaufbau und über das Arbeiten bei Dräger auszutauschen.

In der Garage haben meine Kollegen und ich zwei Workshops für den Besuch organisiert. Dabei sollten sich die Psychologie-Studenten Gedanken über den Demografischen Wandel in Bezug auf die Anforderungen an den Arbeitgeber machen und die Gruppe der ITler tüftelte an der Fragestellung, wie kritische Daten analysiert, automatisiert oder auch miteinander verbunden sein müssten und wie Systeme lernen könnten.

Alle waren sehr engagiert und konzentriert bei der Sache. Während die „Psychologen“ gleich loslegten und vor lauter Ideen sprudelten, hielt sich die andere Gruppe etwas zurück und ging erstmal in sich. Die Workshop-Leiter setzten auf mehrere Phasen des Überlegens. Anschließend besprachen die Gruppen die Ideen einzelner Teilnehmer, bevor dann ausgeprägte Vorstellungen finalisiert wurden. Am Ende präsentierten die Teilnehmer ihre Ideen vor der gesamten Gruppe. Ich war begeistert, wie innerhalb weniger Stunden aus einfachen Ideen kleine Konzepte entstehen können. Einige Präsentationen brachten mich – und auch andere – zum Schmunzeln. So überlegte sich eine Gruppe glatt ein Theaterstück. Sie spielten Rollen, wie „female support“ oder „creative workplace“ mit vollem schauspielerischen Elan. Im Kontrast dazu stellten andere ihre Idee ganz solide vor einem Flipchart vor. Es war unter anderem von einem in Toiletten integriertem „AI Doctor“ die Rede.

Nach einem langen Tag schoss ich noch ein Gruppenfoto und brachte die Besucher zum Bus. Mir ist der Tag sehr positiv in Erinnerung geblieben. Alle Abläufe haben gut funktioniert und ich hatte den Eindruck, dass auch die Gruppe mit einem sehr positiven Eindruck des Unternehmens Dräger nach Hause gefahren ist. Wir hatten viel Spaß und sind unserem Ziel, auch internationale Studierende anzusprechen, damit einen Schritt näher gekommen.

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