Kaltes Wasser? Sehr erfrischend!

25.03.2014, Mühlheim an der Ruhr: Nachdem ich vor knapp einem Monat mein Studium an der HAW Hamburg zum Rettungsingenieur abgeschlossen hatte, fand ich, Steffen, mich nun nach meiner Bachelor-Phase bei einem großen deutschen Automobilhersteller in der Präsenzphase 4 zur Fachkraft für Arbeitssicherheit wieder. Im Schulungsraum saß ich eingerahmt zwischen Ingenieuren mit mehrjähriger Berufserfahrung und weiteren Schulungsteilnehmern. Ich dachte an die Vielzahl der Bewerbungen, die ich geschrieben hatte, oft mit darauf folgenden Telefoninterviews, allerdings ohne abschließendes Ergebnis und ich stellte mir die Frage: Ist das der richtige Weg für mich?

Während der Dozent über die hohen Ansprüche der Arbeitssicherheit in der Chemieindustrie erzählte, öffnete sich die Tür des Schulungsraumes, eine Frau betrat den Raum und wollte mich sprechen. Sie bat mich, ihr umgehend meinen Lebenslauf zuzuschicken. Aber warum?
Das erklärte sich kurze Zeit später. Keine 30 Minuten später klingelte schon das Telefon. Da war sie: die Einladung zum Bewerbungsgespräch. Die Vorbereitungszeit war denkbar knapp, denn das Gespräch sollte schon einen Tag später stattfinden.

 Wenn ich jetzt rückblickend an das Vorstellungsgespräch mit meinen beiden langjährigen Vorgesetzten denke, hat sich die Antwort auf eine meiner Fragen besonders in mein Gedächtnis gebrannt: „Wie sieht denn die Einarbeitung seitens Dräger aus?“ Mein Vorgesetzter fing damals an zu grinsen: „Ja, kaltes Wasser. Sehr erfrischend!“
Nach meiner Einstellung und einem Einarbeitungsprogramm, das mir wesentliche theoretische Grundlagen vermittelte, ging es nämlich ganz schnell in eine sehr praxisnahe Einarbeitung über. Keine drei Wochen später fand ich mich in gelber Arbeitskleidung, ausgestattet mit dem Gasmessgerät X-am 5000 und einem Funkgerät, in einem Kölner Chemiepark wieder. Ich war gerade angekommen, hatte mich den Kollegen vorgestellt, da ging die Reise auch schon weiter. Aus dem Westen der Republik war der nächste Auftrag in Wien bei einer kleinen Entschwefelungsanlage. Aber auch hier hielt es mich nicht lange, denn keine 14 Tage später ging es zur technischen Revision, sprich die Anlage musste zum TÜV, der Total Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt). Das war mein erster Einsatz vor Ort als Sicherheitsingenieur zur Unterstützung der Kollegen:

Safety-Shop, Gasmess- und Atemschutztechnik, Sicherungsposten und Gasanalysten vom Dräger Rental & Safety Services (RSS) trafen auf eine komplexe chemische Anlage und meist nicht deutschsprachige Monteure. Da war es, das mir zuvor angekündigte „kalte Wasser“. Nun galt es, den Kunden sicherheitstechnisch zu beraten, Gasanalysten zu koordinieren und Messstrategien abzuarbeiten sowie unseren Projektleitern im Feld den Rücken frei zu halten. Eine Herausforderung, materiell und vor allem personell!
Noch während der laufenden Revision in Leuna klopfte in meinem Outlook Postfach das erste eigene Projekt an: Ein Kunststoffhersteller an der deutsch-österreichischen Grenze. Und weiter ging’s in den tiefen Süden. In diesem Beruf wird einem vieles abverlangt: Fachkompetenz, Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Führungskompetenz, Flexibilität.
Nach vielen Projekten bei RSS, verteilt auf ganz Deutschland, bin ich inzwischen zum Projektleiter für einen unserer größten Chemiekunden aufgestiegen. Als Gesamtverantwortlicher des Chemiestandortes bin ich übergeordnet zuständig für den On-Site Service, das Sicherungspostentagesgeschäft, sowie mehrere Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieure und Projektkoordinatoren.

 Ergänzend zu meinen täglichen Aufgaben bekam ich dieses Jahr im März die Möglichkeit, über Dräger meine alte Hochschule, die HAW Hamburg zu besuchen. Dort fand anlässlich eines 10-jährigen Jubiläums der Studiengänge Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr ein Symposium zum Thema „Gefahrenabwehr – Gestern, heute und in Zukunft“ statt, bei dem sich auch potenzielle Arbeitgeber in diesen Bereichen präsentieren konnten. Dort habe ich Dräger als Arbeitgeber am Messestand unterstützt, der durch das Hochschulmarketing organisiert wurde.
Für Berufsanfänger nach dem Studium bietet Dräger tolle und vielfältige Einstiegsmöglichkeiten aber auch Herausforderungen. Dies kombiniert mit einem anspruchsvollen Arbeitsumfeld, sowie Fortbildung und Trainingsprogrammen bietet eine starke Grundlage für einen erfolgreichen Berufseinstieg!

Übrigens gibt es eine große Chance, etwas Spannendes zu erleben und Führungskräfte aus unserem Bereich persönlich kennenzulernen. Am 16. und 17. November findet in Leipzig ein besonderes Event statt: Dräger Atemschutztraining für Studierende

Kommentar