Zu Gast im „Paris des Ostens“ – Welcome to Shanghai

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Auf dem Bürgersteig stehend, direkt neben einer der Hauptstraßen, hupt es ununterbrochen. Autos drängeln sich vor und rote Ampeln haben nicht unbedingt die Wirkung, die man erwarten würde – jedenfalls nicht mit einer deutschen Erwartungshaltung. Es ist früh am Morgen, Rushhour in Shanghai und man sollte sich schnell daran gewöhnen, nicht einfach so bei einer grünen Fußgängerampel über die Straße zu laufen. Das rege Treiben von Menschenmassen, fahrbaren Untersätzen jeglicher Art und dem einen oder anderen Tier, das in Käfigen als normales Gepäck mittransportiert wird, nimmt mit jeder Minute zu.

56j56je5jIch bin Antje, Junior Supply Chain Manager aus dem Bereich Global Order Fulfillment (GOF), Lübeck. Ich bin auf dem Weg zur Arbeit, zu Draeger Medical Equipment, in Shanghai. Denn auch wenn GOF in Lübeck sein Zuhause hat, spannen sich die Themen über viele Kontinente. Somit bringt mich mein zweites Projekt, welches ich im Rahmen des Graduate Programs >life< ’13 übernehme, in das Land, wo man von Menschen wie mir auch oft als „Langnase“ spricht.

Hier betreue ich ein Kooperationsprojekt zwischen Lübeck und Shanghai. Gemeinsam mit dem chinesischen Team arbeiten wir an der Optimierung der Nachschublogistik in China. Angefangen bei Prozessen über die Abstimmung der tatsächlichen Marktanforderungen, um den Service anbieten zu können, der von unseren Kunden erwartet wird, bis hin zu einem nachhaltigen Monitoring, um uns selber immer wieder kritisch zu überprüfen. Denn Kundenzufriedenheit soll nicht nur am Anfang im Vertrieb Prämisse haben, sondern bis zum Ende der Supply Chain im Fokus stehen.

Natürlich bringt dieses internationale Projekt auch viele spannende interkulturelle Erfahrungen mit sich. Flexibilität und Spontanität, insbesondere bei internen Terminen, sind ein Must-have. Gleichzeitig wird man schnell merken wie wertvoll Beziehungen und Netzwerke in der asiatischen Kultur sind. Daher sollte man hier auch viel Wert auf genügend Zeit für Smalltalks legen, bevor man in einem Meeting tatsächlich zum eigentlichen Thema übergeht.

j5jhAußerdem gibt es selbstverständlich auch die chinesischen kulinarischen Erlebnisse, die es nicht zu vergessen gilt. So kann es auch mal passieren, dass man während eines Business-Dinners zeitweise die untere Hälfte seines Gesichts nicht mehr spürt, da die Schärfe im Essen eine sehr betäubende Wirkung hat.

Rückblickend hat dieses internationale Projekt nicht nur zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und zur internen Optimierung beigetragen, sondern auch die Dräger-Vernetzung enorm gesteigert. Auch Monate nach meiner Rückkehr nach Deutschland bleibt der Kontakt nach Shanghai bestehen und Probleme werden heute schneller auf einem kurzen Dienstweg gelöst. Beruflich wie auch persönlich hatte ich während dieses Projektes eine ideale Möglichkeit, um mich weiterzuentwickeln.

Eine weitere Facette von Dräger kennenzulernen und dabei seine interkulturellen Fähigkeiten und professionellen Kompetenzen zu erweitern, war eine seltene und spannende Chance, für die ich sehr dankbar bin.

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