Wilderness Experience

Lager25Die Tage im Glaskogen Nationalpark sind kurz im September und wenn die Sonne hinter den Bäumen der Berge verschwindet, dann wird es so schlagartig dunkel, als habe jemand das Licht ausgeschaltet. Im trüben Schein der Stirnlampe und mit nur einigen Stückchen Tjära – einer Art natürlichem Grillanzünder – ist es schwierig, das feuchte Treibholz fürs Lagerfeuer in Gang zu bringen. Und ohne Feuer bleibt die Küche für die 22 Teilnehmer kalt.

Zahlreiche Mythen ranken sich um die „Wilderness Experience“ bei Dräger und zwischen den Teilnehmern besteht seit Jahrzehnten eine stille Übereinkunft, das Geheimnis zu bewahren. Soviel sei aber verraten: Die Einladung zur „Wilderness Experience“ ist Anerkennung und Herausforderung zugleich und nicht wenige Teilnehmer beschreiben diese Erfahrung als prägend für ihr ganzes weiteres Leben.

P100011224
Insgesamt zehn Tage verbringen die Teilnehmer im Herbst fernab jeglicher Zivilisation und setzen sich in dieser Zeit nicht nur mit der Natur auseinander, sondern auch mit dem internationalen Team und nicht selten intensiv mit sich selbst.

Dass in dieser Zeit (natürlich) so manche organisatorische Aufgabe zu lösen ist, Flüsse überquert und Sümpfe durchwatet werden müssen, schafft ein Zusammengehörigkeitsgefühl, welches sich im normalen Leben nie erzeugen ließe. Tatsächlich ist die „Wilderness Experience“ auch weder ein Survival-Training noch ein Spaziergang im Grünen. Es ist vielmehr eine ideale Umgebung, um Abstand zum Trubel des Tagesgeschäfts zu gewinnen und sich mit für das Berufsleben wertvollen Fragen auseinanderzusetzen:

Kanu4352

 

Wie agiere ich im Team? Welche Art von Führung kann ich akzeptieren und wie führe ich selbst? Wie verändert sich meine Leistung, wenn ich unter Druck stehe und wie gehe ich mit Unsicherheit und unbekannten Herausforderungen um?

Am Ende steht – wie es der Name „Wilderness Experience“ bereits verspricht – eine unglaublich wertvolle persönliche Erfahrung weit außerhalb der normalen Erlebniswelt: Persönliche Grenzen werden erkannt, erlebt und verschoben sowie Freundschaften mit Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt geschlossen. Dabei entschädigen die unzähligen Sterne und die atemberaubende Stille der Natur dann auch für die unbequeme Isomatte und den ewig klammen Schlafsack.

2 comments to Wilderness Experience

  • Jörg Tohsche

    Hallo,

    ich war im September bei einer Solotour 10 Tagen im Glaskogen unterwegs. Im Windschutz Nr. 39 am Öjesjön habe ich leider Hinterlassenschaften gefunden: 1 Sack Kartoffeln, Butter, Preiselbeermarmelade, Zitronenpfeffer aus Deutschland. Der letzte Eintrag im Hüttenbuch war von Dräger Wilderness Experience Group mit 22 Personen vom 11.09.2017. Es gab laut Eintrag Kartoffeln und Lachs und alles war schön.

    Es geht nicht an, dass solche Sachen liegenbleiben. Für 22 Personen wäre es ein Klacks gewesen, die Sachen aufzuteilen und mitzunehmen. So war der Windschutz von Mäusen okkupiert und entsprechend verdreckt. Ich bin allein aus diesem Grund weiter gelaufen.
    Falls dies nicht durch die Dräger Gruppe verursacht gewesen war, bitte ich um Entschuldigung für diese Kritik.
    Ich habe den Zustand der Schutzhütte und den Eintrag ins Buch fotografiert und kann Ihnen die beiden Bilder bei Bedarf auch zusenden.

    Gruß

    Jörg Tohsche

    • Barbara Drews

      Guten Tag Herr Tohsche,

      vielen Dank, dass Sie uns auf diesen Sachverhalt aufmerksam gemacht haben. Es ist natürlich sehr ärgerlich, wenn Lebensmittel hinterlassen werden. Unsere Organisatoren und Teilnehmer der Experience achten immer sehr genau darauf, dass kein Müll oder sonstige Dinge zurück bleiben und sind stets bemüht, die Camps sauber zu halten.

      Wir haben zwischenzeitlich mit den Teilnehmern der in Frage kommenden Dräger Wilderness Experience Gruppe gesprochen und folgendes erfahren:

      Dieses Jahr haben die Dräger Teilnehmer das Camp mit zwei netten Herren geteilt. Als die Gruppe weiterziehen wollte, haben die Teilnehmer den Herren die besagten Lebensmittel angeboten und diese haben dankend angenommen.
      Es ist nun sehr bedauerlich zu erfahren, dass die beiden Männer die restlichen Lebensmittel scheinbar nicht verwendet, sondern liegen gelassen haben.
      Wir werden in Zukunft noch genauer darauf achten, keinerlei Hinterlassenschaften vor Ort zurückzulassen und die übrigen Lebensmittel ggf. lieber wieder mitnehmen, anstatt diese zu verschenken.

      Wir hoffen, dass dies dann in Zukunft nicht mehr passiert und Sie trotz dieses Erlebnisses eine schöne Tour hatten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Das Karriereblog-Team

Kommentar