Ein Hauch von Leben

reeAm vergangenen Mittwoch war es soweit, die Praktikantenbetreuer luden zur Produktionsführung in der Anästhesie und 15 Studenten hatten das Glück, dabei zu sein. Torben, unser Guide an diesem Tag, holte uns pünktlich um 13 Uhr am Eingang ab, um zu zeigen, welche Prozesse und Menschen hinter den fertigen Anästhesiegeräten von Dräger stehen.

Zunächst bekamen wir einen Überblick über die von Dräger angebotenen Produkte. So erhielten wir eine kurze Einleitung zu den verschiedenen Modellen von Primus, Fabius, Zeus und Perseus, welche hier keinesfalls Wesen aus der griechischen Mythologie, sondern die Namen der verschiedenen Geräte darstellen. Wir konnten, wie auf dem nebenstehenden Bild zu sehen, auch bereits nahezu vollständige Exemplare einiger Modelle begutachten.

5h5In der Folge zeigte uns Torben die verschiedenen Produktionsbereiche und wir konnten die Fertigung von der ersten Schraube und Platine bis hin zum vollständigen Gerät nachvollziehen.

Da jeder Kunde unterschiedliche Anforderungen hat, werden die Anästhesiegeräte bei Dräger jeweils individuell auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt, so dass kaum ein Gerät dem anderen gleicht. Unterschiede können dabei sowohl im Funktionsumfang als auch in der Form bspw. in der Länge der Arme des Geräts bestehen. Lustig hierbei: Für einige Kunden wird im Rahmen von Produktpräsentationen ein Geräusch der Atmung vorgespielt, so fühlen sich diese eher von der Funktionsfähigkeit der Stationen überzeugt.

ehUm eben jene Funktionsweise zu gewährleisten, ist eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Nicht nur die gewissenhafte Arbeit eines jeden Mitarbeiters spielt bei der Fertigung eine wichtige Rolle, es muss hierbei auch eine spezielle Kleidung getragen werden, um sich beispielsweise vor Gefahren durch elektrostatische Aufladung zu schützen. Des Weiteren besitzen die Mitarbeiter eigene speziell zugeschnittene Arbeitsbereiche, in denen diese ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Hier arbeiten die Mitarbeiter selbstverantwortlich in Teams von etwa zwölf Leuten und teilen die anstehenden Arbeiten untereinander auf. Die verschiedenen Arbeitsplätze sind mit gelben Linien auf dem Boden markiert, welche auch wir nicht übertreten durften. Ebenso war auch der Testbereich getrennt, in dem die Geräte in einem weitgehend automatisierten Belastungstest letztmalig auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden.

Zum Ende der Führung sahen wir schließlich noch, wo die fertigen Geräte für den Transport verpackt werden. Zwischendurch konnten wir hierbei jegliche Fragen direkt stellen, wir erfuhren z. B., dass den individuellen Kundenanforderungen eine unerwartete Grenze gesetzt ist: die maximale Palettengröße.

Insgesamt schloss so nach einer Stunde eine sehr interessante Führung durch die Produktion der Anästhesiegeräte, in der jedem von uns klar wurde, dass von der gewissenhaften Arbeit eines jeden Mitarbeiters nicht nur die Funktionsfähigkeit der Geräte, sondern schließlich auch Menschenleben abhängen.

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